2025 wird als Wendejahr für das SEO in Erinnerung bleiben. Die Einführung von AI Overviews in den meisten Ländern, drei große Algorithmus-Updates, der Zusammenbruch einiger bewährter Taktiken und das Aufkommen neuer Ranking-Signale: Hier ist eine Bestandsaufnahme dessen, was sich wirklich verändert hat, und wie wir uns auf 2026 vorbereiten.
1. Der Aufstieg der AI Overviews: -20 bis -40 % Klicks bei bestimmten Suchanfragen
AI Overviews (von KI generierte Antworten am Anfang der Google-Ergebnisse) haben sich 2025 vom Experimentierstadium zur weltweiten Verbreitung entwickelt. Bei Informationsanfragen ("Wie macht man X", "Was ist Y") antwortet Google direkt, und die Klickrate auf die zitierten Websites ist je nach Branche um 20 bis 40 % gesunken. Für E-Commerce-Shops ist die Auswirkung bei transaktionalen Anfragen ("kaufen", "Preis", "Bewertungen") begrenzt, aber bei produktbezogenen Informationsanfragen erheblich.
Strategische Konsequenz: Es wird entscheidend, dafür zu optimieren, in den AI Overviews zitiert zu werden, anstatt die klassische Position 1 anzustreben. Hilfreiche Signale: reichhaltiges Schema.org-Markup, in FAQ-Format strukturierter Inhalt, explizite Quellenangaben, überprüfbare Zahlendaten.
2. Helpful-Content-Updates: Das Ende wertloser KI-generierter Inhalte
Google hat seine Erkennung von „minderwertigen” Inhalten 2025 verfeinert. Websites, die massenhaft KI-generierte Artikel ohne menschliche Überprüfung veröffentlicht hatten, verloren bei den Updates im März und August über Nacht 50 bis 90 % ihres Traffics. Das Kriterium ist subtiler als „von KI oder von Menschen geschrieben”: Es geht um den einzigartigen Mehrwert für den Leser.
- Bestraft: 500 generische Artikel zu denselben Themen wie alle anderen
- Bestraft: oberflächliche Tutorials, die das Problem nicht wirklich lösen
- Belohnt: originale Erfahrungsberichte, proprietäre Daten, einzigartige Perspektiven
- Belohnt: hybride Inhalte (KI für die Struktur, Menschen für die Erkenntnisse und Beispiele)
3. Core Web Vitals: INP hat FID ersetzt – und ist anspruchsvoller
Seit März 2024 ersetzt INP (Interaction to Next Paint) FID in den Core Web Vitals. INP misst die allgemeine Reaktionsfähigkeit einer Seite (Klicks, Scrollen, Formulare) statt nur der ersten Interaktion. Folge: Seiten, die bei FID bereits schlecht abschnitten, haben mit INP eine Verschlechterung ihres Scores erlebt. E-Commerce-Seiten mit vielen Drittanbieter-Skripten (Chat, Popups, Retargeting, mehrere Analytics-Tools) sind am stärksten betroffen.
Maßnahme 2026: Drittanbieter-Skripte auf Produktseiten prüfen. Jedes blockierende Skript fügt dem INP 50 bis 200 ms hinzu. Bevorzugen Sie verzögertes Laden (defer/async) oder integrieren Sie kritische Funktionen nativ statt über Drittanbieter-Apps.
4. Search Console und Reporting: weniger Sichtbarkeit bei Long-Tail-Anfragen
Google hat 2025 seine Richtlinie zum Verbergen von Anfragen mit geringem Volumen in der Search Console (unter dem Vorwand des Datenschutzes) verschärft. Für viele E-Commerce-Shops sind nun 50 bis 70 % der tatsächlichen Klicks mit „(anonymisierten)” Anfragen ohne detaillierte Daten verknüpft. Dies erschwert die Nachverfolgung von Optimierungen im Long-Tail-Bereich.
Workaround
Trend 2026 #1: Das Zeitalter der „Zero-Click-Suche”
60 % der Google-Suchanfragen enden inzwischen ohne Klick auf eine externe Website (SimilarWeb-Studie 2025). Für E-Commerce-Shops bedeutet das, dass die Sichtbarkeit in den SERPs genauso wichtig – wenn nicht wichtiger – ist als die Klicks. Eine Marke, die in 5 AI Overviews erwähnt wird, erzeugt mehr Markenbekanntheit als ein Artikel auf Rang 3 mit 100 Besuchen.
Strategie 2026: Für Präsenz optimieren, nicht nur für den Klick. Das gelingt durch reichhaltiges Product-Markup, gut strukturierte Bewertungen, detaillierte FAQs und semantische Konsistenz auf der gesamten Website.
Trend 2026 #2: Verstärktes E-E-A-T für den E-Commerce
E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) ist zu einem zentralen Kriterium geworden, besonders seit der Hinzufügung von „Experience” im Jahr 2022 und seiner Stärkung im Jahr 2025. Für E-Commerce-Shops bedeutet das: sichtbare verifizierte Kundenbewertungen, vollständiges Unternehmensprofil (Impressum, verifizierbare physische Adresse), klare Garantien (Widerrufsrecht, Kundendienst), identifiziertes Team.
Trend 2026 #3: Visuelle und multimodale Suche
Google Lens, Pinterest Lens und die Bildsuche in Bing verzeichnen 2025 ein Wachstum von 40 %. Für visuelle Shops (Mode, Wohnen, Schmuck) ist das eine massive Quelle für qualifizierten Traffic. Der Schlüssel: hochwertige Bilder, detaillierte Beschreibungen der Bildmotive (Farben, Texturen, Kontext), reichhaltiges Alt-Attribut und einzigartige Bilder (nicht generische vom Großhändler).
SEO 2026 ohne Umwege vorbereiten
Lexiik analysiert Ihren Shop anhand der 2026-Kriterien (E-E-A-T, INP, AI Overviews) und schlägt Korrekturen vor, die auf die neuen Google-Regeln abgestimmt sind.
Kostenloses Audit 2026Trend 2026 #4: Sprachsuche und konversationelle Suche
Mit ChatGPT Search, Perplexity und Google AI Mode gewinnt die konversationelle Suche an Bedeutung. Anfragen werden länger (10-20 Wörter statt 2-3) und als Fragen formuliert. Die Seiten, die ranken, sind jene, die eine Frage direkt in den ersten 100 Wörtern beantworten, idealerweise mit einer Definition oder einer zusammenfassenden Antwort.
Konkrete Maßnahme: Jede Seite mit einer „50-Wörter-Antwort” in der Einleitung strukturieren, gefolgt von der detaillierten Argumentation. Gewinnendes Format für Featured Snippets und AI Overviews.
Trend 2026 #5: Performance und Edge Rendering
Mit INP als kritischer Metrik und dem Mobile-First-Algorithmus ist Performance nicht mehr verhandelbar. Die besten Shops 2026 liefern ihren statischen HTML-Code vom Edge (CDN wie Lexiik, Cloudflare, Vercel), mit einem LCP < 1,5s und einem INP < 100 ms. Das ist der neue Standard, keine Ambitionsgrenze mehr.
Zusammenfassung: 3 Prioritäten für den Start in 2026
- INP-Performance auf Mobilgeräten prüfen und überflüssige Drittanbieter-Skripte eliminieren
- Inhalte mit geringem Mehrwert neu schreiben, die durch Helpful-Content-Updates identifiziert wurden (Priorität: generische Kategorieseiten)
- Schema.org-Markup für Product, Review und FAQ stärken, um Sichtbarkeit in AI Overviews und Zero-Click-Suchen zu gewinnen
2026 wird das Jahr sein, in dem „gepfuschtes” SEO zusammenbricht und strukturelles, qualitatives SEO die Nase vorn hat. Viel Erfolg bei der Vorbereitung und bis 2026 für die nächste Bilanz.



